Debatte um Arbeit im Alter: DGB fordert stabile Renten und faire Löhne

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Ordnungsnummer PM 05

In Sachsen-Anhalt gehen fast 30.000 Menschen über die Regelaltersgrenze hinaus einer Erwerbsarbeit nach. Dazu erklärt Katrin Skirlo, Landesleiterin des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Sachsen-Anhalt: 

„Arbeiten im Alter ist für viele Betroffene eine wirtschaftliche Notwendigkeit, weil sie nach einem jahrzehntelangen Arbeitsleben nicht von ihrer Rente leben können. Mit Freiheit oder Freiwilligkeit hat das wenig zu tun. Wer tatsächlich freiwillig länger arbeiten möchte, sollte auch die Möglichkeit dazu bekommen.“  In dem Fall sieht Skirlo die Arbeitgeber in der Pflicht, Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung sowie einen altersgerechten Arbeitsplatz und Teilzeitangebote vorhalten. „Für die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten kommt Arbeiten im Alter nicht in Frage, weil sie sich der Belastung nicht mehr aussetzen können oder wollen“, schränkt Skirlo ein. 

Laut DGB zeigt die steigende Erwerbstätigkeit unter Rentnerinnen und Rentnern, dass das Rentensystem dringend stabilisiert und gerechter gestaltet werden muss. Dazu gehören eine Stärkung der gesetzlichen Rente, eine Anhebung des Rentenniveaus, mehr Tarifbindung und faire Löhne während des Erwerbslebens und Maßnahmen gegen Altersarmut, insbesondere für Frauen und Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien. 

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