8-Stunden-Tag: Arbeit braucht klare Grenzen

DGB-Frauen fordern Vereinbarkeit statt Verfügbarkeit

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Die Bundesregierung will den 8-Stunden-Tag abschaffen. Die fadenscheinige Begründung aus dem Koalitionsvertrag: Eine angeblich bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dagegen wehrt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), denn eine mögliche Erhöhung der täglichen Arbeitszeit auf über 12 Stunden ist nicht nur gesundheitsschädlich und nachweislich entgegen den Wünschen der Beschäftigten – es hilft der Vereinbarkeit auch ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Längere Arbeitszeiten machen das Familienleben nicht einfacher, sondern schwerer. Darum haben die DGB-Frauen auf ihrer 21. DGB-Bundesfrauenkonferenz die Resolution „Vereinbarkeit statt Verfügbarkeit“ verabschiedet.

Hierzu sagt Merle Mangels, zuständig für Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Niedersachsen: „Frauen brauchen Entlastung bei der Sorgearbeit, nicht mehr Zeitdruck im Beruf. Schon jetzt leisten Frauen pro Woche etwa 9 Stunden mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Weitere Mehrarbeit würden dazu führen, dass sie, da sie öfter in Teilzeit tätig sind, noch mehr in der Care-Arbeit eingespannt werden. Das ist das Gegenteil von Gleichberechtigung. Familien brauchen verlässliche Zeiten, nicht noch mehr Stress im Alltag.“

Resolution DGB-Frauen fordern Vereinbarkeit statt Verfügbarkeit (PDF, 66 kB)

Gesamte Beschlussdokumentation der Konferenz
Dokumentation der 21. DGB-Bundesfrauenkonferenz | Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund

Link zur Arbeitszeit-Kampagne des DGB: Hände weg vom 8-Stunden-Tag | DGB

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