Investitionsoffensive starten – Zukunft der Industrie sichern!

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Dachzeile #schlaglicht 02/25

Deutschland hat gewählt. Was sich vorab in den Umfragen andeutete, ist spätestens mit der ersten Hochrechnung am Wahlabend Gewissheit: Die Ampel ist Geschichte. An die Adresse der Union gerichtet gilt nun: keine Zeit verlieren! Das Land braucht eine handlungsfähige und entschlossene Regierung, die die richtigen Maßnahmen ergreift.

Schlüsselbranchen unter Druck
Friedenssicherung, Innere Sicherheit, hohe Preise – die Herausforderungen sind riesig. Mehr noch: Deutschland steckt in einer dramatischen Wirtschaftskrise. Der Umsatz der deutschen Industrie ist im Jahr 2024 um vier Prozent gesunken. Besonders betroffen: gewerkschaftliche und beschäftigungsintensive Kernbranchen, wie die für Sachsen-Anhalt wichtige Chemieindustrie, aber auch die Auto-, Metall- und Elektroindustrie.

Krise bedroht Industriearbeitsplätze
Der Druck auf die Kolleginnen und Kollegen ist enorm. Denn anders als in vergangen Krisen setzen Unternehmen verstärkt auf den Abbau von Beschäftigung. Allein in 2024 wurden 70.000 Industriearbeitsplätze gestrichen. Eine Trendwende ist nicht in Sicht (siehe Grafik). Nahezu im Wochentakt verkünden namhafte Industrieunternehmen die Streichung von tausenden Stellen.  Dieser Trend setzt sich bei den  Zulieferern in Sachsen-Anhalt fort. Magna, IFA und Bohai Trimet sind nur drei Beispiele von mehreren.

Zukunft statt Kahlschlag
Die Gewerkschaften leisten erbitterten Widerstand gegen Stellenabbau und Kürzungsorgien. Denn die unausweichliche Transformation der Industrie haben nicht die Beschäftigten verschlafen, sondern das Management. Zukunftsorientierte Investitionen in neue Technologien und klimafreundliche Produktion wurden verpasst oder verzögert. Einerseits! Andererseits erschweren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie der hohe Strompreis, den Umbau der Wirtschaft. Die Wettbewerbsfähigkeit steht auf dem Spiel. Deshalb rufen die Industriegewerkschaften am 15. März zum bundesweiten Aktionstag auf. Motto: Zukunft statt Kahlschlag! Es geht um die Menschen in diesem Land, um ihre Arbeitsplätze, Familien – ihre Zukunft und die der deutschen Industrie.

Investitionsoffensive jetzt!
Von der neuen Bundesregierung erwarten Beschäftigte und Gewerkschaften deshalb schnelle Lösungen. Die Vorschläge für einen Industriestrompreis liegen schon lange auf dem Tisch. Er muss schnell auf den Weg gebracht werden. Darüber hinaus muss die wirtschaftliche Zukunft des Landes mit einer Investitionsoffensive gesichert werden. Im Zentrum der Modernisierung müssen massive Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung, Energieversorgung und industrielle Zukunftstechnologien stehen. Fakt ist: Wirtschaftlichen Aufschwung gibt es nicht zum Nulltarif. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden. Die Reform der Schuldenbremse gehört also ganz oben aufs Tableau.

15. März: Aktionstag zur Zukunft der Industrie
Flankiert werden muss der wirtschaftliche Wandel mit sozialer Sicherung und einer gerechten Arbeitsmarktpolitik. Faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen sind die Basis für eine stabile und innovative Wirtschaft. Wir brauchen endlich eine Tarifwende. Ein nationaler Aktionsplan zur Stärkung der Tarifbindung ist dringend erforderlich. Für die Zukunft der deutschen Industrie setzen wir am 15. März ein starkes Zeichen. Wir sehen uns in Leipzig oder Hannover!

Schlaglicht_SAN_0225_Investitionsoffensive.pdf (PDF, 192 kB)

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