Arbeitszeitverlängerung ist der falsche Weg

Datum

Ordnungsnummer PM 004

Der Stadtverband des DGB Bremen lehnt die Pläne des Senats zur Verlängerung der Wochenarbeitszeit der bremischen Beamtinnen entschieden ab. Statt einer 41-Stunden-Woche fordert der DGB Bremen eine neue Phase der Arbeitszeitverkürzung für alle Beschäftigten.

„Mit der Einführung der 41-Stunden-Woche würde Bremen ein fatales Signal setzen“, heißt es im heute gefassten Beschluss. Die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden sei eine der zentralen Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung und darf nicht infrage gestellt werden.

DGB-Landesleiter Christian Wechselbaum erklärt: „Mehr Arbeit macht den öffentlichen Dienst nicht stärker, sondern kränker. Mehr als 8 Stunden Arbeit führen erwiesenermaßen zu gesundheitlichen Belastungen, mehr Fehlern und einer sinkenden Qualität der Arbeit.“

Besonders hart treffe die geplante Arbeitszeitverlängerung Kolleg*innen mit Sorgeverantwortung, häufig also Frauen. „Unbezahlte Mehrarbeit ist ein Rückschritt bei der Geschlechtergerechtigkeit“, so Wechselbaum weiter. „Der 8 Stunden-Tag ist eine der größten gewerkschaftlichen Erfolge. Für diese Grenze werden wir uns weiter einsetzen und uns stattdessen für eine Arbeitszeitverkürzung einsetzen!“

Der DGB Bremen fordert die Abgeordneten der Bürgerschaft auf, sich klar gegen die Pläne des Senats zu stellen und sich für eine zukunftsorientierte, menschengerechte Arbeitszeitpolitik einzusetzen.

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