Bezahlbarer Wohnraum als Schlüssel zur Fachkräftesicherung

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Dachzeile DGB Kreisverband Cuxhaven und CDA diskutieren Einrichten eines Azubiwohnheims in Cuxhaven

Auf Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) sind Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gewerkschaften zu einem Austausch über die mögliche Einrichtung eines Azubiwohnheims in Cuxhaven zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Wohnsituation für Auszubildende verbessert und gleichzeitig die Attraktivität des Ausbildungsstandorts nachhaltig gestärkt werden kann. 

Als Gesprächspartner standen die Bundestagsabgeordneten Christoph Frauenpreiß und David McAllister, Europaabgeordneter, zur Verfügung. Gemeinsam mit den Anwesenden wurden mögliche politische Rahmenbedingungen sowie Förderinstrumente diskutiert. Dabei spielte insbesondere das Bundesprogramm „Junges Wohnen“ eine wichtige Rolle, das seit 2023 gezielt den Bau und die Modernisierung von Wohnraum für Auszubildende und Studierende unterstützt.

Der DGB-Kreisverbandsvorsitzende, Bernd Hesse, betonte: „Junge Menschen brauchen gute Ausbildungsbedingungen. Dazu gehört neben einer qualitativ hochwertigen Ausbildung auch bezahlbarer Wohnraum. Ein Azubiwohnheim kann hierfür ein wichtiger Baustein sein.“

Einigkeit herrschte unter den Teilnehmenden darüber, dass bezahlbarer Wohnraum ein zentraler Standortfaktor ist. Ohne entsprechende Angebote drohe sich der Fachkräftemangel weiter zu verschärfen, was langfristig negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region haben könnte.

Hintergrund der Diskussion ist die zunehmend angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in der Region. Insbesondere für Auszubildende und Studierende wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden ein Problem, das sich bereits spürbar auf die Gewinnung von Nachwuchskräften auswirkt. Auch Betriebe und Bildungseinrichtungen sehen sich dadurch vor wachsende Herausforderungen gestellt.

Die Initiatoren von DGB und CDA machten deutlich, dass ein Azubiwohnheim weit mehr sei als nur ein Wohnprojekt. Es könne jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern, ihre Mobilität erhöhen und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Gerade für Auszubildende, die für ihre Ausbildung nach Cuxhaven ziehen, sei die Wohnraumsuche häufig eine große Hürde.

Gleichzeitig wurden auch Herausforderungen benannt: Fördermittel würden bislang nicht immer bedarfsgerecht verteilt, und insbesondere finanzschwächere Kommunen hätten Schwierigkeiten, entsprechende Projekte umzusetzen. Auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie gedeckelte Mieten bei gleichzeitig hohen Baukosten, erschwerten die Realisierung.

Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilnehmenden verschiedene Lösungsansätze. Dazu zählen unter anderem gezielte Investitionszuschüsse, eine stärkere Unterstützung durch Bund und Land sowie neue Finanzierungsmodelle, die Kommunen entlasten könnten.

Die Ergebnisse des Austauschs sollen nun ausgewertet und in die weiteren Planungen einfließen. DGB und CDA kündigten an, den Dialog mit Politik, Unternehmen und weiteren Akteuren fortzusetzen, um die Idee eines Azubiwohnheims in Cuxhaven konkret voranzubringen.

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