Braunschweig schweigt nicht! Proteste am Tag der Arbeit auch gegen Neonazis

Datum

Ordnungsnummer PM17

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Gewerkschaften rufen alle Braunschweiger*innen auf am 1.Mai 2026 klare Position für eine solidarische, vielfältige, und gerechte Gesellschaft zu beziehen. Anlass dafür gibt nicht nur der weltweite Tag der Arbeit, der klar gegen jede Form von Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit, Nazismus und Herabwürdigung steht. Parallel zur größten Maikundgebung der Region SüdOstNiedersachsen hat die Splitterpartei NPD Thüringen einen Aufzug angemeldet. Die Extreme Rechte versucht mit ihrem Slogan „Arbeitsfrei seit ´33“ zu provozieren. Zu erwarten sind anreisende Neonazis, die einen Aufmarsch durch die Stadt vorbei am Gewerkschaftshaus und Maikundgebung am Bürgerpark planen.

 

„Die Ewiggestrigen wollen in Braunschweig punkten. Doch Gewerkschaften und ihre Verbündeten stehen auch diesmal klar für ein buntes, demokratisch stabiles, weltoffenes Braunschweig. Wir sind eine #Buntstadt und setzen unsere Werte laut und deutlich gemeinsam auf die Straße“, so Geschäftsführerin des Deutschen Gewerkschaftsbundes Agnieszka Zimowska. DGB Stadtverbandsvorsitzender Malte Stahlhut (IG Metall) macht deutlich „Unser Tag bleibt auch unser Tag der abhängig Beschäftigten. Wir stehen mit euch ein für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Sicherheit. Unser Gewerkschaftshaus ist ein Bollwerk gegen jede Form von Nazismus.“ 

 

Die Gewerkschaften rufen dazu auf am 1.Mai um 10:30 zur Mai-Kundgebung am Burgplatz, zum Maifest am Bürgerpark, aber auch ab 12:00 zum Protest am Gewerkschaftshaus, Wilhelmstraße 5 zu kommen. Eine zusätzliche Demonstration wird um 12:50 ab Konrad-Adenauer-Platz den Protestzug zum Gewerkschaftshaus ermöglichen.

 

Unterstützung bekommen die Organisator*innen vom Braunschweiger Bündnis gegen Rechts. Auch der Zusammenschluss #buntstadt unterstützt die Proteste. Die Stadtgesellschaft ist aufgefordert solidarische Botschaften in die Fenster zu hängen. Sören Meyer, Sprecher des Bündnisses gegen Rechts: „Diese neonazistische Provokation lassen wir natürlich nicht unwidersprochen: Gerade am 1. Mai stehen wir zusammen für eine solidarische Stadt sowie gute Arbeits- und Lebensbedingungen ein und rufen dazu auf, die gewerkschaftlichen Aktivitäten zu unterstützen!"

 

Klare Ablehnung für den provozierenden Auftritt der extrem Rechten äußert auch Hauptgeschäftsführer des Arbeitsgeberverbandes Region Braunschweig e.V. Lars Alt : „Als regionaler Arbeitgeberverband stehen wir für eine offene, vielfältige und wirtschaftlich starke Gesellschaft. Ein Aufmarsch der NPD widerspricht diesen Grundwerten fundamental. Extremistische Ideologien schaden dem sozialen Zusammenhalt, gefährden den Standort und schrecken Fachkräfte sowie Investitionen ab. Unsere Unternehmen leben von Vielfalt, Internationalität und gegenseitigem Respekt – genau das wird durch solche Aufmärsche infrage gestellt. Wir sprechen uns daher klar gegen jede Form von Extremismus aus und bekennen uns zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einem respektvollen Miteinander.“ 

 

Alle Informationen zu den Protesten finden Sie auf https://buendnisgegenrechts.net 

Pressestatements und Nachfragen wenden sie sich an malte.stahlhut@igmetall.de

zurück