Der Achtstundentag ist der gesetzliche Arbeitstag!

Datum

Ordnungsnummer PM 13

Dachzeile Zur Entscheidung der Bürgerschaft zum Achtstundentag

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bremen kritisiert die Entscheidung der Bürgerschaft für die 41-Stunden-Woche für Beamt*innen. Der öffentliche Dienst steht unter hohem Arbeitsdruck, zunehmender Arbeitsverdichtung und Personalmangel. Längere Arbeitszeiten verschärfen diese Belastung und erhöhen das Risiko von Überlastung, Krankheit und vorzeitigem Ausscheiden aus dem Dienst. Gerade im Schichtdienst können Konzentrationsfehler und mehr Erschöpfung zu gefährlichen Situationen führen. 

Die Regelung bedeutet, dass Menschen, die 40 Jahre als Beamt*in eine zusätzliche Stunde arbeiten, dem Staat jetzt ein komplettes Jahr Lebensarbeitszeit schenken. „Der Senat missbraucht die Treue seiner Beamt*innen als billigen Lückenfüller für den Haushalt. Wer Gesundheit und Motivation für Nulltarif opfert, wird die Quittung in Form von Fachkräftemangel und Burnout erhalten.“ sagt Heinfried Keithahn, Vertreter der Landesbeamtenkommission des DGB in Bremen. 

„Der Achtstundentag ist der gesetzliche Arbeitstag. Beim Verlassen dieses Schutzrahmens werden unsere Beamt*innen mit nichttarifgebundenen Branchen ohne Schutzrechte auf eine Stufe gestellt.“ sagt Anne-Katrin Rieke-Brodda, Vertreterin der Landesbeamtenkommission des DGB in Bremen. Tatsächlich bedeutet die aktuelle Entscheidung für viele Menschen große Einschnitte. Für Teilzeitbeschäftigte, häufig Frauen, sinkt der Lohn um durchschnittlich 2,5% im Jahr. Die verbeamteten Mütter und die Beamtinnen in Teilzeit bilden eine sehr große Gruppe der Kernverwaltung und im bremischen öffentlichen Dienst. 

Der DGB und die Landesbeamtenkommission bewerten die 41-Stunden-Woche für Beamt*innen als einen falschen Weg und lehnen diese nach wie vor entschieden ab.
 

Hintergrund: Die Landesbeamtenkommission des DGB Bremen ist das zentrale Gremium auf Landesebene zur Abstimmung der beamtenpolitischen Positionen der Mitgliedsgewerkschaften. Sie bündelt deren Interessen und vertritt sie gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

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