Deutschlandticket mit Sozialpreis ergänzen

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Ordnungsnummer PM 10

DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer: „Mit dem Deutschlandticket kommen wir dem Bedürfnis der Menschen nach nachhaltiger und bezahlbarer Mobilität ein ganzes Stück näher. Damit eine sozialverträgliche Verkehrswende tatsächlich gelingt, müssen alle Bevölkerungsgruppen eingebunden werden. Ein ergänzendes Sozialticket für 29 Euro würde den Zugang insbesondere für Menschen mit geringen Einkommen und Renten erleichtern. Bund und Länder müssen in diesem Punkt nachverhandeln.“

Wiedemeyer stellt jedoch klar, dass allein ein bezahlbares Ticket für den Nahverkehr keine Zauberformel ist, um alle Hindernisse für die Mobilitätswende aus dem Weg zu räumen. „Das System des öffentlichen Nahverkehrs war für ein Angebot wie das Neun-Euro-Ticket nicht ausgelegt. Deshalb müssen die Bahn und ihre Netzinfrastruktur zukunftstauglich gemacht werden, mit weiteren Investitionen sowie einer umfassenden Personalstrategie, die die Beschäftigten entlastet“, so die Gewerkschafterin.

Damit auch junge Menschen von günstigeren Ticketpreisen profitieren, fordert die DGB-Chefin die Landesregierung auf, beim Azubi-Ticket nachzubessern: „Das Azubi-Ticket mit einem Preis von derzeit 50 Euro muss deutlich günstiger werden und der Kreis der Anspruchsberechtigten muss auf alle jungen Menschen ausgedehnt werden.“ Die DGB-Jugend fordert einen einheitlichen Ticketpreis von neun Euro im Monat für junge Menschen in Studium und Schule, in dualen und schulischen Ausbildungen sowie in Freiwilligendiensten.

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