Der DGB Bremerhaven kritisiert die Forderungen des Bremer Finanzressorts nach einem verschärften Personalabbau in der Stadtverwaltung deutlich. Angesichts wachsender sozialer Herausforderungen und einer bereits hohen Belastung der Beschäftigten ist ein weiterer Stellenabbau der falsche Weg.
Sascha Kuntzmann, DGB-Stadtverbandsvorsitzender in Bremerhaven, erklärt: „Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst halten diese Stadt jeden Tag am Laufen. Wer jetzt vor allem auf Stellenabbau setzt, gefährdet die Funktionsfähigkeit der Verwaltung und verschlechtert die Leistungen für die Bürger*innen. Die Haushaltsprobleme lassen sich nicht lösen, indem man immer mehr Druck auf die Beschäftigten ausübt.“
Der DGB Bremerhaven weist darauf hin, dass viele Bereiche bereits heute unter Personalmangel und steigender Arbeitsverdichtung leiden. Zusätzliche Kürzungen würden zwangsläufig zu längeren Bearbeitungszeiten, höherem Krankenstand und sinkender Attraktivität des öffentlichen Dienstes führen.
Sinem Topcu, DGB-Gewerkschaftssekretärin in Bremerhaven, betont: „Gerade in Bremerhaven braucht es einen starken öffentlichen Dienst. Die Herausforderungen in den Bereichen Soziales, Bildung, Jugend und Integration werden nicht kleiner, dafür braucht es ausreichend Personal und keine weiteren Kürzungsdebatten.“
Kritisch sieht der DGB insbesondere die Forderung, freiwerdende Stellen grundsätzlich nicht wieder zu besetzen. Eine pauschale Reduzierung von Personal werde den tatsächlichen Bedarfen in der Verwaltung nicht gerecht.
Der DGB Bremerhaven fordert Senat und Magistrat auf, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die soziale Verantwortung, Investitionen und solide Finanzen miteinander verbinden, statt den Rotstift einseitig beim Personal anzusetzen.
Pressekontakt: DGB Sinem Topcu
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