DGB-Chefin Skirlo: Angriffe auf Arbeitnehmerrechte stoppen!

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Ordnungsnummer PM 09

Dachzeile Tag der Arbeit unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“

Am Tag der Arbeit betonte die Landesleiterin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Sachsen-Anhalt, Katrin Skirlo, die Rolle der Gewerkschaften als starke Stimme der Beschäftigten. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ stellte sie auf der Kundgebung in Magdeburg klar, dass Gute Arbeit, Solidarität und Gerechtigkeit im Mittelpunkt gewerkschaftlichen Handelns stehen. Die hohe Beteiligung an den Betriebsratswahlen zeige, dass gewerkschaftliches Engagement breite Unterstützung findet.

Skirlo zeichnete in ihrer Rede ein deutliches Bild der aktuellen Herausforderungen: steigende Preise, wirtschaftliche Unsicherheit und Arbeitsplatzverluste, besonders in der Industrie. Die Belastungen träfen vor allem Beschäftigte, Familien und Rentnerinnen und Rentner, während große Unternehmen ihre Gewinne absicherten. Die DGB-Chefin wies die Behauptung zurück, Beschäftigte seien zu teuer oder arbeiteten zu wenig.

Die fortwährenden Angriffe auf gewerkschaftliche Errungenschaften kritisierte Skirlo scharf. „Der 8 Stunden Tag ist keine Verhandlungsmasse, er schützt unsere Gesundheit und unser Familienleben. Tarifverträge sind kein Luxus, sondern die Grundlage für gute Arbeit und faire Löhne. Mitbestimmung ist keine Bremse – sie ist gelebte Demokratie im Betrieb. Wer das angreift, greift uns alle an!“, wies Skirlo die Versuche, Arbeitszeiten auszuweiten oder Mitbestimmung zu schwächen, entschieden zurück.

Auch der Sozialstaat stehe unter Beschuss. Die Gewerkschafterin kritisierte Reformpläne, die vor allem zu Lasten der Versicherten und Beschäftigten gehen. Sie forderte stattdessen strukturelle Lösungen wie die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln, die Einbeziehung von Privatversicherten und Beamten in die Krankenversicherung und eine stärkere Beteiligung hoher Einkommen. Die gesetzliche Rente müsse stabilisiert und gestärkt werden.

Als Antwort auf die aktuellen Krisen forderte Skirlo Investitionen in Industrie, Infrastruktur und Zukunftstechnologien, eine starke Tarifbindung und Löhne, die die Inflation ausgleichen. „Es braucht einen starken Staat, der eingreift, wenn Märkte versagen – bei Energiepreisen, bei Mieten, bei der Grundversorgung. Wohnen, Gesundheitsversorgung und Mobilität sind Grundrechte, keine Luxusgüter“, so Skirlo. 

Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellte die DGB-Chefin klar, dass die die demokratische Zukunft des Landes nicht verhandelbar sei. „Sachsen-Anhalt steht vor einer Richtungsentscheidung. Die Landtagswahl am 6. September bestimmt mit darüber, wie wir in Zukunft arbeiten, leben und miteinander umgehen werden. Unser Maßstab ist klar: Es braucht ein stabiles Sachsen-Anhalt, das allen Menschen Chancen, Sicherheit und ein gutes Leben bietet, durch Investitionen in gute Arbeit, Kommunen und Versorgung – fair und demokratisch“, so Skirlo weiter. 

Unter dem Motto „Stabil für Sachsen- Anhalt“ positioniert sich der DGB im Vorfeld der Landtagswahl. Skirlo: „Stabilität bedeutet für uns die Sicherheit, dass der Arbeitsplatz erhalten bleibt, dass Löhne und Arbeitsbedingungen fair sind und dass Betriebe und Branchen den Wandel schaffen, ohne dass Beschäftigte die Zeche zahlen. Sachsen-Anhalt braucht Sicherheit im Wandel und verlässliche Perspektiven für Jung und Alt, in Stadt und Land.“

Die Rede endet mit einem klaren Bekenntnis zu Solidarität, Gerechtigkeit und Mitbestimmung als Grundlagen für eine gute Zukunft.

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