Im Rahmen des 36. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney vergibt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wieder seinen Preis für sozial engagierte Filme.
Ab dem 3. Juni 2026 sind vier Filme für den Publikumspreis des DGB nominiert. Dieses Jahr sind Produktionen aus Kanada und Deutschland, eine französisch-belgische sowie eine europäisch-afghanische Koproduktion im Rennen. Der DGB-Filmpreis zeichnet Filme aus, die sich in besonderer Art und Weise gesellschaftspolitischen und zeitgeschichtlichen Themen widmen.
Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, sagt: „Es wird ein spannender Wettbewerb in Emden – wir sind sehr stolz auf unseren DGB-Filmpreis. Die nominierten Filme behandeln schwierige und aufwühlende Themen. Die diversen Krisen und Konflikte unserer Zeit spiegeln sich natürlich auch im Kulturbetrieb wider. Der Wettbewerb wird von starken Frauen geprägt, womit das Filmfest Emden-Norderney bei der Programmgestaltung einen wichtigen Impuls gesetzt hat. Wir sind gespannt, wer sich in dem starken Teilnehmerfeld am Ende durchsetzen und den DGB-Filmpreis erhalten wird.“
Die nominierten Filme im Überblick:
MODERN WHORE (CAN 2025, 80 min.):
Nicole Bazuins hybride Dokumentation basiert auf den gleichnamigen Memoiren der Protagonistin Andrea Werhun und porträtiert deren Zeit als Sexarbeiterin. Neben Werhun selbst kommen auch Freundinnen aus der Branche, ihre streng katholische Mutter, ihr langjähriger Partner Oliver und ihr Stammkunde Ron zu Wort.
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MUGANGA | MUGANGA – CELUI QUI SOIGNE (F/B 2025, 105 min.):
Marie-Hélène Roux zeigt die bewegende Geschichte von Dr. Denis Mukwege, einem kongolesischer Arzt, der unter Lebensgefahr tausende von Frauen behandelt hat, die Opfer sexueller Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo geworden sind. Mukwege wurde für sein Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
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ICH VERSTEHE IHREN UNMUT (D 2026, 93 min.):
Kilian Armando Friedrich wirft einen eindringlichen Blick auf den Alltag im Niedriglohnsektor und zeigt die Folgen prekärer Arbeit. In seinem aufrüttelnden Film wird eine Objektleiterin in der Gebäudereinigung portraitiert.
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NO GOOD MEN (D/F/N/DK/AF 2026, 103 min.):
Afghanistan im Jahr 2021, kurz vor der Rückkehr der Taliban: Naru, die einzige Kamerafrau beim wichtigsten Fernsehsender Kabuls, kämpft um das Sorgerecht für ihren dreijährigen Sohn. Der Film von Shahrbanoo Sadat stellt die Lebensrealitäten afghanischer Frauen in den Mittelpunkt.
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Im DGB-Filmgespräch stellt Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur am Freitag, den 5. Juni 2026 von 14:00 bis 16:00 Uhr im Atrium der Kunsthalle Emden die vier nominierten Filme im Gespräch mit Filmschaffenden vor. Der Eintritt ist frei.
Der DGB-Filmpreis ist ein Publikumspreis. Es gewinnt der Film mit der besten Wertung durch das Kinopublikum in Emden und Norderney. Die Auszeichnung überreicht Dr. Ernesto Harder bei der Preisverleihungsgala am Sonntag, den 7. Juni um 20:15 Uhr im Festspielhaus am Wall.
Hintergrund:
Finanziert wird der Preis durch: DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, Arbeit und Leben Niedersachsen e. V., EVG Niedersachsen, GdP Niedersachsen, GEW Niedersachsen, NGG Landesbezirk Nord, IGBCE Landesbezirk Nord, IG Metall Bezirk Küste, ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen.
Alle Informationen zum DGB-Filmpreis finden Sie hier.
Alle Informationen zum 36. Internationalen Filmfest Emden-Norderney finden Sie hier.