Dazu Susanne Wiedemeyer, Landeschefin des DGB in Sachsen-Anhalt: „Die aktuellen Enthüllungen sind schockierend aber wenig überraschend. Sie zeigen einmal mehr, dass die AfD und ihre Partner eine ernstzunehmende Gefahr für eine demokratische Gesellschaft und ein Weltoffenes Sachsen-Anhalt sind. Der DGB wird sich auch weiterhin aktiv der extremen Rechten entgegenstellen, daher rufen wir am 20. Januar zur Teilnahme an den Kundgebungen und Demonstrationen in Magdeburg und Halle auf.“
Der DGB ruft am Samstag zur Teilnahme an verschiedene Aktionen auf.
Magdeburg
Die Kundgebung des Bündnis „Solidarisches Magdeburg“ und des DGB (Region Altmark-Börde-Harz) beginnt vor dem Gewerkschaftshaus in Magdeburg um 14.00 Uhr. Die Region ruft ebenfalls zur Teilnahme an den Aktionen der Inititive "Eine Stadt für Alle." auf.
https://www.einestadtfueralle.info/
http://solidarisches-magdeburg.org/?p=793
Halle (Saale)
Die Demonstration des Bündnis „Halle gegen Rechts“ startet auf dem August-Bebel-Platz in Halle (Saale) ebenfalls um 14.00 Uhr. Die DGB Region Halle-Dessau ruft zur Teilnahme auf und ist Teil des Bündnisses.
Hintergrund:
Im Zuge einer investigativen Recherche des Medienhauses CORRECTIV wurde ein Geheimtreffen extrem rechter Akteure in Potsdam bekannt, bei dem auch der Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, anwesend war. Während des Treffens wurden unter anderem Pläne zu einer massenhaften Deportation von Menschen aus dem Bundesgebiet erörtert. Die Regierungskoalition im Landtag von Sachsen-Anhalt bereitet derzeit einen Antrag zur Abberufung von Siegmund als Vorsitzendem des Sozialausschusses vor.