Mit Fassungslosigkeit reagieren der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen und seine acht Mitgliedsgewerkschaften auf die Vorschläge der Unternehmerverbände Niedersachsen, IHK Niedersachsen und NiedersachsenMetall, den 1. Mai – den Tag der Arbeit – oder den 2. Weihnachtsfeiertag abschaffen zu wollen.
Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB Niedersachsen, ist entrüstet: „Wer als Arbeitgeberverband ernsthaft die Abschaffung des Tags der Arbeit einen Tag vor dem 1. Mai fordert, greift die Sozialpartnerschaft frontal an. Und es zeigt vor allem, dass die Unternehmerverbände keinen Plan haben, wie sie die Wirtschaft wieder zum Laufen bringen wollen. Mit Provokation übertünchen sie Ideenlosigkeit!“
„Dabei wäre jetzt die Zeit, die Stärke der Sozialpartnerschaft zu demonstrieren: mit konkreten Ideen, bei denen wir uns für Niedersachsen einig sind. Anstatt Sachlichkeit und Ruhe auszustrahlen, provozieren unsere Arbeitgeberverbände mit Ideen, die nichts bringen,“ ergänzt Harder.
Faktisch hat Niedersachsen weniger Feiertage als andere Bundesländer. Die wirtschaftsstarken Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg haben 3 bzw. 2 Feiertage mehr als Niedersachsen. Daher wäre ein weiterer Feiertag in Niedersachsen angebracht, um die Beschäftigten spürbar zu entlasten. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften haben den Internationalen Frauentag am 8. März als zusätzlichen Feiertag vorgeschlagen, ein Tag, der die Arbeit von Frauen würdigt.