„Den Beschäftigten in Schkopau rennt die Zeit davon. Sie brauchen eine verlässliche Zukunftsperspektive. Die neue Bundesregierung muss die Bevorteilung von Standorten im Süden Deutschlands beenden. Bleibt es bei der angekündigten Aufteilung der Kraftwerksleistung, dann drohen etablierte und infrastrukturell gut aufgestellte Kraftwerksstandorte wie Schkopau den Anschluss zu verlieren“, sagt DGB-Landeschefin Susanne Wiedemeyer.
Die Bundesregierung hatte im Rahmen ihrer Kraftwerksstrategie eine zusätzliche Leistung von 20 Gigawatt (GW) durch neue, wasserstofffähige Gaskraftwerke angekündigt. Davon sollen allein 13 GW an Standorten im Süden Deutschlands produziert werden. Um die Produktion der restlichen sieben Gigawatt würden Kraftwerkbetreiber aus dem Norden und Osten konkurrieren.
Wiedemeyer weiter: „Die drohende Benachteiligung ostdeutscher Kraftwerksstandorte bedeutet einen herben Rückschlag für eine sozialverträgliche Transformation im Mitteldeutschen Revier. Das kann nicht das Ziel der Bundesregierung sein. Sie muss einen fairen Wettbewerb ohne Bevorzugung eines Landesteils ermöglichen. Die Ansiedlung eines neues Gaskraftwerkes in Schkopau hätte positive Effekte auf den Strukturwandel in der Region und würde vielen Menschen eine sichere Beschäftigungsperspektive bieten.“