Mehr Respekt für Beschäftigte im öffentlichen Dienst!

Datum

Ordnungsnummer PM 004

Mehr als 40 Prozent aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst wurden in den letzten zwei Jahren Opfer von Gewalt. Die Angriffe reichen von Beleidigungen, über Bespucken bis hin zu körperlicher Gewalt. Zuletzt starb ein Zugbegleiter an den Folgen eines brutalen Angriffs durch einen Fahrgast.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen fordert mehr Respekt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Mit der Kampagne „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ macht der DGB auf das Problem zunehmender Gewalt aufmerksam.

Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB Niedersachsen: „In unserer Gesellschaft ist der Ton rauer geworden. Und Worten folgen Taten. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Menschen angegriffen werden, die ihren Dienst verrichten und auf deren Hilfe wir angewiesen sind. Diese Übergriffe erleben unsere Kolleg*innen in den Behörden, bei Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, die Lehrerinnen und Lehrer, Bahn- und Busfahrer*innen. Das können wir nicht akzeptieren. Unsere Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst verdienen Respekt!“

Der DGB Niedersachsen fordert das Land Niedersachsen auf, sich bei dem angestrebten Sondergipfel der Deutschen Bahn für mehr Personal in den Zügen einzusetzen. Die Vergabe des Nahverkehrs wird auf Landesebene entschieden. Harder: „Die Züge müssen immer mindestens doppelt besetzt sein. Es darf kein*e Zugbegleiter*in allein unterwegs sein. Das Land Niedersachsen muss dies als Standard für die Auftragsvergabe im Nahverkehr setzen. Die Gesundheit unserer Kolleg*innen und der Fahrgäste darf nicht am Geldbeutel scheitern.“

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