Sven Schulze ist heute zum neuen Ministerpräsidenten des Landes Sachsen‑Anhalt gewählt worden. Er übernimmt das Amt in einer Phase großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Sachsen‑Anhalt gratuliert zur Wahl – verbindet sie jedoch mit klaren Erwartungen.
DGB-Landesleiterin Katrin Skirlo: „Ich gratuliere Sven Schulze zur Wahl als Ministerpräsident. Er übernimmt die Amtsgeschäfte in einer schweren Zeit voller Krisen, Unsicherheiten und Abstiegssorgen. Er muss schnell seine Tauglichkeit als Ministerpräsident nachweisen. Sichere Arbeitsplätze, mehr Tariftreue, soziale Sicherung und ein handlungsfähiger, moderner Staat – das sind die Herausforderungen, an denen sich ein Ministerpräsident Schulze sowie die gesamte Landesregierung messen lassen müssen.“
Die DGB-Chefin begrüßt die Ankündigung des Ministerpräsidenten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken zu wollen. „Den Worten müssen nun Taten folgen. Es muss darum gehen, das Land zu einen. Die Menschen erwarten konkrete Ansätze für eine lebenswerte Zukunft in Sachsen-Anhalt, mit guter Arbeit, einer stabilen Gesundheitsversorgung und einer funktionierenden Infrastruktur“, so Skirlo.
Kritisch sieht Skirlo, dass Finanzminister Richter auch das freiwerdende Wirtschaftsressort zusätzlich übernehmen wird: „Die Interessen der Beschäftigten gehören in den Mittelpunkt der Landespolitik. Angesichts der Situation in der Chemieindustrie und bei den Automobilzulieferern ist ein Teilzeitjob im Wirtschaftsministerium zu wenig und ein fatales Signal an Wirtschaft und Beschäftigte, die Perspektiven, Stabilität und Verlässlichkeit erwarten.“