Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung.

Datum

Ordnungsnummer PM 10

Dachzeile Internationaler Frauentag 2026

Die Demokratie und zivilgesellschaftliche Errungenschaften der Gleichstellung stehen unter Druck, weltweit, aber auch hier bei uns in Bremen. Die Arbeitswelt verändert sich in rasantem Tempo, überall fehlt das Geld für fortschrittliche Projekte, während gleichzeitig Kulturkampf gegen Feminismus und progressive Politik gemacht wird. Antifeminismus greift um sich und untergräbt Grundwerte wie Respekt und Vielfalt.

Dabei muss es dringend vorwärts gehen, nicht zurück: Frauen in Bremen verdienen immer noch 14 Prozent weniger als Männer, leisten unbezahlt den Großteil der Erziehung, Pflege und Hausarbeit, stecken öfter in ungewollter Teilzeit fest und stoßen an gläserne Decken, wenn es um Aufstiegschancen geht. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck struktureller Benachteiligung.  Dazu sagt Miriam Bömer, Vorsitzende der DGB-Frauen in Bremen: „Betriebsräte können systematisch gegen diese Ungleichheit vorgehen. Zum Internationalen Frauentag machen wir deutlich: Betriebliche Mitbestimmung ist ein entscheidender Hebel, um die Interessen von Arbeitnehmer*innen durchzusetzen.“

Gerade für Frauen lohnen sich Betriebsräte. Der 8-Stunden-Tag steht unter Beschuss und muss verteidigt werden. Betriebsräte verhandeln mit, wenn es um Gleitzeit, Homeoffice und Arbeitszeiten geht. Arbeitszeiten müssen zum Leben passen, das ist für Beschäftigte mit Sorgeverantwortung, was zumeist Frauen sind, unverzichtbar.

Die DGB-Frauen setzen sich im Betrieb, auf der Straße und in der Politik für feministische Themen, Gleichstellung und gegen den antifeministische Backlash ein. „Unsere Antwort ist Solidarität. Wir Frauen müssen uns organisieren und gemeinsam für ein besseres Leben kämpfen, das war immer wahr und ist es heute umso mehr. Deswegen ist es auch so wichtig, dass Frauen sich in den Betriebsrat wählen lassen und dort mit ihren Kolleginnen für diese Themen kämpfen!“ so Bömer weiter.

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